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Mission
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Der feuchte Boden in den Hohen Wäldern von Luaned kühlte rasch ab, nachdem die Sonne hinter den Gipfeln der westlichen Berge des Kolmargebirges verschwunden war. Der Himmel der Abenddämmerung war wolkenverhangen. Das wenige Tageslicht, das durch die Wolkendecke drang, wurde durch das Blattwerk der Bäume nahezu abgeschirmt.
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Alkorrh grub seine schwielige Hand in das lockere Erdreich. Bäuchlings auf dem Waldboden ausgestreckt dachte er, dass die abendlichen Sommerwinde die warme, feuchte Luft aus den südlichen Imadrílwäldern, dem Herrschaftsgebiet der Elfen, in die hoch gelegenen Wälder des Kolmargebirges transportieren und Nebel aufziehen würde.
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„Sehr gut,“ flüsterte Alkorrh. Ein zufriedenes Lächeln überzog sein Gesicht. Der Nebel würde den Rückzug seiner Männer decken.
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Den Wald bewohnten vor allem kleine und scheue Tiere. In den Abendstunden schwiegen sie für gewöhnlich, um nicht den nachtaktiven Raubtieren zum Opfer zu fallen. Auf seine Ellbogen gestützt robbte er vorwärts, vorbei an dornigen Büschen und knorrigen Bäumen. Diese Methode der Fortbewegung brachte ihn zwar nicht schnell voran, aber hätte er mit seinem Schwert aufrecht gehend einen Weg durch das dichte Unterholz schlagen müssen, würde man ihn weithin hören, so ruhig waren diese Wälder. Seine beschlagene Lederrüstung war verkratzt und kleine Erdklumpen hatten sich im verfilzten Vollbart festgesetzt. Das schwarze Haar klebte an seinen Wangen; doch all das störte ihn nicht.
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| Die Ruhe wurde von einem Vogelzwitschern unterbrochen. Alkorrh nahm den Helm ab, um zu lauschen. Einen Moment lang hörte er nur den Wind leise durch die Baumkronen pfeifen, dann wurde es so still, dass er das dumpfe Pochen seines Pulsschlages wahrnehmen konnte. Kurz danach ertönte ein zweites Zwitschern. Seine Vorposten hatten endlich die kleine Karawane gesichtet. Sie kam aus Imadríl mit dem Ziel Daikina, der Hauptstadt des östlich gelegenen Königreiches Daikin.
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| Die Waldstraße war für einen Hinterhalt wie geschaffen. Alkorrh setzte den Helm auf und schon bald konnte er einen Blick durch das Unterholz werfen. Mit der Zunge feuchtete er die Lippen an und stieß den Ruf des Ro-Lan aus, einem räuberischen Waldvogel. Er erhielt keine Antwort. Damit war klar, dass seine Männer zum Angriff bereit waren. Die letzten Schritte kroch Alkorrh vorsichtig bis an den Straßenrand, wobei er sich nochmals alle Hindernisse der vor ihm liegenden Umgebung einprägte. Er spähte die Straße hinunter. Die Karawane hatte noch nicht die dreihundert Schritt entfernte Biegung erreicht, aber Pferde und Kutschen waren bereits deutlich zu hören. Alkorrh nahm mehr Hufschläge wahr, als man Zugpferde für fünf Wagen benötigte. Überrascht runzelte der Räuberhauptmann seine Stirn.
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Als hätte jemand seine Gedanken gelesen, ertönte erneut der Ruf eines Vogels und signalisierte ihm, dass der Wagenzug von Reitern begleitet wurde. Sie mussten wohl erst zur Karawane gestoßen sein, nachdem seine Kundschafter zurückgekehrt waren. Doch die neue Situation beunruhigte ihn nicht sonderlich. Der Hohlweg war eng, so dass Reiter nicht viel ausrichten konnten. Auf einem Pferd durch das dichte Gehölz zu preschen, war eine, wenn nicht unmögliche, dann doch zumindest äußerst gefährliche Unternehmung. Er wartete im Unterholz, bis endlich die Spitze der Karawane in Sichtweite kam.
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„Mit euch werden wir auch noch fertig,“ knurrte Alkorrh.
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Raskard
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Herold Die Verschwörung der Verfemten
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ISBN 3-937800-07-7
496 Seiten, Softcover mit eingeklebter Faltkarte, Glossar, und Vorwort über die Entstehung des Planeten und der Rassen
EUR 13,90
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Von diesem Buch ist auch eine Hardcover-Version erhältlich:
ISBN 3-937900-09-3
EUR 23,00
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